2013

Silvesterhöck vom Freitag, 27. Dezember 2013

„Das Vereinsjahr ist bereits wieder auf Abschiedstournee“: so eröffnete Bruno Richli den traditionellen Silvesterhöck. Über 20 Beteiligte, inkl. unsere beiden Ehrenpräsidenten Ruedi Schulthess und Hans Bürgi, wollten sich den schönen Jahresabschlussabend nicht entgehen lassen.

Bettina Meyer-Adamek und Reto Schachtler haben das Stübli wieder festlich vorbereitet und so wurde, angesichts der feinen Fleischplatten, schon bald das erste Mal auf den schönen Abend und das neue Jahr angestossen.

In aufgeräumter Stimmung wurde nochmals im Kollegenkreis das vergangene Strahlerjahr durchbesprochen und so mancher hat schon wieder Pläne für’s neue Jahr!  Unter kräftigem Applaus und herzlichem Dank zauberte Ursula Betschart eine Platte mit selbst kreiertem Gebäck hervor. Dieses wurde mit einem gestampften Kaffee-Avec genossen.

Die Stunden vergingen im Nu und nach einem wunderschönen Abend war es Zeit, sich mit einem letzten Prosit alles Gute für das 2014 zu wünschen.

Bruno Richli

 

Ein Chlausabend mit Chlaus

Der Chlausabend vom Freitag, 6. Dezember war wieder ein voller Erfolg. Präsident Bruno Richli konnte eine fröhliche Schar im vollen Saal des Restaurants Chärnsmatt begrüssen. Während dem feinen Essen schielten natürlich alle immer wieder auf den grandiosen Gabentempel. Die Spannung stieg, als Bruno zur Erklärung des Lottoablaufs ausholte.

In diesem Moment klopfte es an die Türe und wer kam rein? Der Samichlaus mit Gefolge als ungeplante Überraschung! Er freute sich sehr, dass wir auf so eindrückliche Art die Kameradschaft pflegen. Statt einer Rute bekamen wir als Anerkennung Nachschub an Nüssli auf die Tische gestreut.

Dann übernahm definitiv Speaker Walti Metz das Zepter und schon bald gab es einmal hier, einmal dort freudige „Lotto im Säli“. Mit der Abnahme der grosszügig gespendeten Preise auf dem Gabentempel nahmen die glücklichen Gesichter der Gewinner zu. Vor dem abschliessenden Dessert dankte Bruno nochmals allen Spendern, allen Helfern und Organisatoren.

 

Besichtigung der mineralogischen und der paläontologischen Sammlung der ETH Zürich
am 9. November 2013

Nach der sehr gesprächigen Anreise mit dem Zug im reservierten Wagenteil und einer kurzen Tramfahrt standen wir vor der Pforte des altehrwürdigen Gebäudes der ETH Zürich. Hier wurden wir vom Kurator der mineralogischen und petrographischen Sammlung, Dr. Peter Brack, persönlich begrüsst und vernahmen gleich viel Überraschendes über die Geschichte des Gebäudes und des Museums.

Anschliessend kamen die 22 Exkursionsteilnehmer in den Genuss einer hochinteressanten 3-stündigen Führung. Zuerst erfuhren wir anhand von anschaulichen, grossen Modellen und Graphiken das Grundwissen über die Alpenfaltung und die Entstehung der Mineralien, bevor wir uns dann dann in die Räumlichkeiten der mineralogischen Sammlung begaben. Nicht nur vor der sagenhaften „Indergand-Rauchquarzgruppe“ leuchteten des Strahlers Augen, sondern auch bei den spektakulären Rutil-Quarzen vom Piz Ault, bei den grandiosen Eisenrosen, bei den wunderschönen Gwindeln und bei vielen weiteren Prachtspreziosen.

Zum Abschluss überreichte Exkursionsleiter Fritz Gautschi als Dankeschön Luzerner Rägetröpfli an Dr. Peter Brack, der uns mit seinem grossen Wissen und seinen sehr spannend vorgetragenen Ausführungen einen lehrreichen Tag bereitet hat.

Herzlichen Dank an dieser Stelle auch an Exkursionsleiter Fritz Gautschi und auch an Vreni Bitterli für die Unterstützung.


Strahlerstubete

Freitag, 25. Oktober 2013

Immer wenn die Strahlersaison mehr oder weniger vorbei ist, freuen wir uns auf den Käsegeschmack im Strahlerstübli. Full House konnte Präsi Bruno Richli bei seiner Begrüssung vermelden und er dankte den guten Geistern, insbesondere Bettina Meyer-Adamek und ihrer Tochter Debora und Reto Schachtler für die grossen Vorbereitungsarbeiten. Sie haben das Stübli heimelig dekoriert und alles Drum und Dran organisiert.

Rigugegl war angesagt und tatsächlich schmolz der sämigfeine Walliser-Käse 30-fach in den Raclette-Öfeli. Bei den lüpfigen Klängen des Duos Moritz+Bruno hielt es Franz Glückler nicht mehr auf dem Stuhl und forderte Susanne Schmidli zu einem beschwingten Tänzchen auf. Spontan machte sie mit und unter Applaus gaben sie alles auf dem engen Tanzparkett.

 

Fossiliengrabung im Arietenkalk von Olsberg BL am 17. August 2013
Gemeinschafts-Exkursion der Sektionen Luzern und Basel

Angefangen hat alles, als Thomas Bolinger, selber ein Fossiliensammler, mit unserem Ehrenpräsidenten Hans Bürgi an seinem Stand an der Basler Börse ins Gespräch kam. Thomas erzählte, dass es auf seinem Hof auch Fossilien gibt. Ein Wort gab das andere, uns so nahm nach anschliessenden Besuchen vor Ort die Grabungsidee konkrete Formen an. Da aufgrund des Baggereinsatzes etwelche Kosten entstehen werden, nahm Hans mit Marcus Stauffer, Präsident der „Basler“ Kontakt auf. Dieser sagte für die Teilnahme seiner Sektion und die Übernahme der Hälfte der Kosten spontan zu.

Am 17. August war es dann soweit. Die Teilnehmer der Fossiliengrabung Olsberg ob Arisdorf /BL waren zahlreich (26 Luzerner und 15 Basler) und es waren erfreulich viele Jugendliche dabei. Thomas Bolinger hatte auf einem flachen Acker umsichtig alle erdenklichen Vorbereitungen gemacht, um den Fossilienjägern und Sammlern ideale Grabungsbedingungen zu ermöglichen.  So waren es vom Parkplatz zur Grabung ein paar wenige Schritte, die oberste Erd- und Gesteinsschicht des Grabungsperimeters  bis zum oberen Rand der ca. 1  m dicken fossilienführenden  Arietenkalk – Schicht  mit dem Bagger freigelegt, separate Zonen für Erd- und Gesteinsablage markiert, Werkzeug bereitgestellt, Bier und Mineralwasser bis hin zum angefeuerten Bratgrill vorbereitet. Auch ein Wassertank für das Reinigen der Funde und das Waschen der  dreckigen Hände sowie eine Toilette waren aufgebaut.

Thomas gab uns eine Einführung über die möglichen Funde, die wir in der ca. 190 Millionen Jahre alten Schicht machen könnten und erklärte uns die bestimmenden Fossilien: ca. 30 unterschiedliche zum Teil sehr grosse Ammonitenarten waren bei der wissenschaftlichen Erforschung dieser Fundstelle mit Hilfe von internationalen Spezialisten unterschieden worden.

Nun konnte nach Lust und Laune gegraben werden und schon nach kurzer Zeit kam angesichts der zahlreichen Funde eine veritable Goldgräberstimmung auf. Ammoniten beachtlicher Grösse mit bis 30 cm Durchmesser kamen zum Vorschein. Im  Weiteren wurden einige Nautiliden  entdeckt, zahlreiche Belemniten, einige Seelilien sowie viele Muscheln freigelegt. Einen besonders schönen  Fund machte Severin Trösch (Sohn von Beat), der ein beachtliches „Museumsexemplar“ einer Gryphea fand. Zusammenfassend kann man getrost sagen, dass der Tag für uns  Teilnehmer in bester Erinnerung bleiben wird.

Ein grosser Dank für die Gestaltung dieses Erlebnistags geht an den Initianten und Organisator Hans Bürgi sowie an den Präsidenten der „Basler“, Marcus Stauffer, für die Mitorganisation und Kostenbeteiligung und natürlich an Landwirt Thomas Bolinger, für die Realisierung der nicht selbstverständlichen Grabung auf seinem Grundstück.

Text: Dieter Pfaff
Fotos: Peter Sidler

 

Exkursion Idar-Oberstein vom Do 9. – So 12. Mai 2013
Pünktlich um 10.00 Uhr war der Kleinbus mit Sack und Pack beladen. Mit unserem Chauffeur Bruno Richli, assistiert von Co-Pilot Hans Bürgi und unterstützt von Peter Sidler ging die Fahrt los in Richtung Basel und dann Richtung Elsas. Nach einem Zwischenhalt in einer Raststätte erreichten wir das Edelstein-Mekka Idar-Oberstein, wo wir im schön gelegenen Berghotel Kristall unsere Zimmer bezogen. Schon bald traf man sich zum verdienten Apéro, um dann ein feines Nachtessen zu geniessen.

Am Freitag besuchten wir das Edelsteinmuseum (absolut empfehlenswert) und ein sehr interessantes Schaubergwerk, wo in früheren Tagen unter misslichsten Verhältnissen mit Hammer und Meissel Geoden mit Rauchquarz und Amethyst abgebaut wurden.

Gegen Abend ging’s ins Freigelände (Kartoffelacker), wo wir nach Achatknollen suchen durften.

Am Samstag war dann der langersehnte Eintritt in den riesigen Steinbruch Juchem, wo wir in einem frisch gesprengten Sektor mit Sperber-Augen nach verdächtigen Blöcken suchten. Am Nachmittag wurden wir aufgefordert, unten die Suche abzubrechen und im oberen Teil der Grube nach Achatknollen zu suchen. Die Erfolge waren unterschiedlich, einige konnten recht beachtliche Funde machen. Walti Metz fand im unteren Teil Vitrinen-Stücke und Bruno Richli konnte im oberen Teil ein paar Kartoffelknollen (Achatgeoden) mit Amethyst finden. Das grösste Stück hat noch sein Geheimnis, denn es muss zuerst noch aufgesägt werden.

Am Sonntag-Morgen starteten wir nach einem feinen Frühstück in Richtung Bernkastel an der Mosel. Dieses schmucke Städtchen mit seinen typischen Riegelbauten, umgeben von Rebbergen entlang der Mosel, ist ein wahres Bijou. Der kleine Umweg hat sich gelohnt. Erleichtert und mit Freude konnte unser Ehrenpräsident Hans Bürgi beim Mittagessen mit einem Glas mit den 17 Teilnehmern anstossen.

Hans Bürgi, unser Exkursionsleiter, hat uns einmal mehr ein aussergewöhnliches Erlebnis ermöglicht. Das ganze Programm war grandios und alles hat geklappt. Sogar das Kostenbudget konnte unterschritten werden. Lieber Hans, wir danken dir für diesen fantastischen Ausflug, der jedem in bester Erinnerung bleiben wird.

 

Bernstein-Exkursion, 27. April 2013
Steinbruch Plasselb
Trotz miesesten Wetterprognosen fanden sich 12 Unentwegte im Bahnhofrestaurant von Düdingen ein, wo wir zur Stärkung und gegenseitigen Motivation noch einen Kaffee an der Wärme genossen. Unser Mitglied, Umweltgeologe Mario Meier von der Uni Fribourg begrüsste uns als Exkursionsleiter und gab die Wegbeschreibung zum Steinbruch bekannt. Dort angelangt, informierte er uns über die geologischen Verhältnisse und zeigte, dass dunkle Schichten Anzeichen sein könnten für Bernsteinfunde (Plaffeit).

Zum Glück blieb der angekündigte heftige Regen aus und wir waren mit dem ganztägigen Nieseln noch ganz zufrieden. Wir waren ja wasserdicht angezogen. Gegen Mittag hat Walti Metz entdeckt, dass im oberen Teil Funde gemacht werden können und so zog es uns mit neuem Mut, teilweise durch stiefeltiefen Schlamm, in die Höhe. Tatsächlich waren recht schöne Stücke zu finden, sodass jeder vom begehrten Plaffeit sorgfältig eine kleine Sammlung einpacken konnte.