2014

Exkursion Mittlenbärghütte 24. – 27. August 2014
Oder: Exkursion ins Binntal beim konsequenten Sommer-2014-Wetter

Zwei Taxi-Busse brachten uns 13 Teilnehmer am Sonntagmorgen von ausserhalb Binns ein gutes Stück hinter die Alp Freichi, bis zum Zusammenfluss vom Turbewasser und der Binna. Bei angenehmem Wanderwetter stiegen wir 450 m auf zur Mittlenbärghütte (2395 m). Es ist eine umgebaute, ehemalige Militärunterkunft. Die Hütte bietet rund 25 Personen Platz. Nach der ersten Verpflegung erkundeten wir einzeln oder in kleinen Gruppen die nähere Umgebung der Hütte. Einige wenige Mineralien wurden bereits gefunden.

Am Montag begaben sich alle, wieder einzeln oder zu Zweit oder Dritt auf gutem, felsigen Auf- und Ab-Weg ins hinterste Binntal, Bruno und Dani allen voran bis nahe zur italienischen Grenze beim Hohsandjoch. Der Himmel war bedeckt, manchmal schien kurz und schwach die Sonne.

Die Mineralien-Ausbeute war eher bescheiden. Das ist nicht weiter verwunderlich, wird doch das ganze Binntal seit Jahrzehnten von Unzähligen abgesucht. Kleine hübsche Kristallstufen, einzelne Quarzspitzen, ein bisschen Malachit, wenige Anatase, einige Stücke mit kleinen Flächen von Quarzspitzchen, das war so etwa das Ergebnis stundenlangen Suchens und Klopfens. Dafür genossen wir den Blick in die herrliche Hochgebirgslandschaft.

In der Nacht auf den Dienstag gab es starke Windböen, die den Starkregen an die Hütte peitschten. Dieser hörte leider nicht auf. Der offensichtlich zu erwartende Dauerregen bei tief wolkenverhangenen Berggipfeln führte beim Morgenessen zum einstimmigen Beschluss: Exkursion beenden.

Gegen die Nässe von aussen relativ gut geschützt, stiegen wir also bereits am Dienstagmorgen ab, einen Tag früher als geplant. Bis die pünktlich zur abgemachten Zeit bestellten Taxis eintrafen, standen wir, mangels anderer Gelegenheit, schicksalsergeben und pudelnass im Regen. Die Taxihalterin ermöglichte es uns dann freundlicherweise, uns in ihrer Garage umzuziehen. Ein abwechslungsreiches Naturerlebnis in angenehmer Kameradschaft fand so den Abschluss. Bruno Richli sei nochmals herzlich gedankt für die sorgfältige Vorbereitung der Exkursion.

Beifügen kann ich noch: Während die andern heimfuhren, blieb ich mit einem Kollegen noch in Ernen, wo es im Laufe des Nachmittags zu regnen aufhörte. Am Mittwoch verliess ich gegen Mittag das Oberwallis bei Sonnenschein. E so chas eim goo!

Roland Lauber

Weitere Bilder dieser Exkursion von Daniel Styner

 

21. Juni 2014 Exkursion Crap Ner: Es hat Spass gemacht

Wie es sich für einen Strahlertag gehört, hiess es früh aus dem Bett. Schliesslich trafen wir uns morgens um 8 Uhr in Sumvigt. Gut gelaunt nahmen wir die etwas holprige Strasse Richtung Alp Crap Ner unter die Räder.

Auf dem Parkplatz begrüsste uns der Nebel. So machten wir uns auf zum Aufstieg in die guten Gebiete. Bereits auf dem Weg liessen uns kleine Überreste von schönen Funden träumen. Und so hörte man schon bald die ersten Klopfgeräusche.

Während die einen hoch hinauf stiegen, versuchten andere ihr Glück schon in etwas tieferen Lagen. Schon bald nahm das eine oder andere Strahlerherz einen Freudensprung, denn es dauerte nicht lange und die ersten Kristalle wurden ans Licht geholt. Einige schöne Platten, die nicht geerntet werden konnten, holten ein paar Seufzer aus unserer Brust. Doch ein jeder hatte auch wieder das Glück auf seiner Seite. So fanden einige Rauchquarze, Fadenquarze, da und dort ein Adular oder ein kleiner Epidot den Weg in den Rucksack. Besonders strahlte Hugo auf dem Weg zum Auto. So durfte er ein paar super Stücke bergen (siehe Homepage unter Strahlerglück).

Das gemeinsame Dessert in Disentis rundete einen super Tag ab. Herzlichen Dank an Hugo für die gespendete Runde, und an Walti für die tolle Organisation. „Es hat Spass gemacht!“(Patrick Zemp)

Peter Stadelmann

 

Fossilien in Hülle und Fülle
Sonder-Exkursion am 29. März 2014

Wir hatten wieder grosses Glück! Geologe Dr. Beat Keller vom Geotechnik-Büro Keller+Lorenz AG hat in Zusammenarbeit mit der Lötscher AG die Gelegenheit geschaffen, dass wir auf der Deponie Hochrüti im extra für uns aufgeschütteten Aushubmaterial von Ebikon in den Bruchsteinen nach Fossilien suchen konnten. Beat Keller ist seit seiner Jugend ein begeisterter und sehr erfolgreicher Fossiliensammler. Seine Erklärungen über die erdgeschichtliche Entstehung der in Ebikon vorliegenden Fossilienablagerungen anhand von grossen Graphiken und Bildern waren sehr eindrücklich. Auch die lehrreiche Demonstration für die Präparierung der Fossilien hat uns in den Bann gezogen. Und schon ging es los…… Mit grossem Eifer wurden die Steine zertrümmert und schon bald hatte jeder ein kleine Sammlung angelegt. Dabei waren die zahlreichen Kinder und Jugendlichen keineswegs minder intensiv am Werk und liessen nicht locker, bis sie schöne Stücke bergen konnten.